AK Lyrisches Wir

Erster Workshop des AK Lyrisches Wir

August 26, 2009 · Kommentar schreiben

Vom 16.-18. Oktober findet der 32. Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND in Weimar statt.

Der AK Lyrisches Wir will diese Gelegenheit nutzen, um einen ersten gemeinsamen Workshop für alle Interessierten anzubieten. Dieser soll als Eröffnungspodium für die offizielle Gründung und das erste Treffen des Arbeitskreises dienen:

175 Jahre Hessischer Landbote – Wie agitieren wir heute?

Vor 175 Jahren schrieb und verteilte Georg Büchner die Flugschrift „Der Hessische Landbote“, in der er die Landbevölkerung auf den einzigen Ausweg aus ihrer misslichen Lage hinwies: Die Revolution gegen ihre Ausbeuter_innen. Die Schrift war so erfolgreich, dass sie noch einmal nachgedruckt werden musste.

Durch die Beschäftigung mit dem Text soll folgend ein Diskurs erreicht werden: Wie können wir Personen, die nicht aus bildungsbürgerlichen Zusammenhängen stammen, erreichen? Was ist die Macht des Wortes heute noch wert? Ein Element der Diskussion wird auch sein, wie Personen mit Lernschwierigkeiten in die Politik integriert werden können.

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Am Anfang war die Tat.

August 13, 2009 · 1 Kommentar

Am Anfang war die Tat, spricht Faust. Im Ende werden zahlreiche Gedanken sein.

Im Manifest des AK Lyrisches Wir heißt es:

Ein lyrisches Wir entsteht nur aus individuellen Einzelteilen, es erschafft sich selbst und trägt sich selbst zu Grabe. Niemals kann ein lyrisches Wir, in einem Sinne wie wir es verstehen, durch (staatliche) Normierung geschaffen werden, und wenn dies getan wird, so besteht es nicht aus individuellen Einzelteilen.

Wir verstehen uns als offene Plattform für junggrüne Menschen, die mehr philosophische Gedanken in die Politik bringen wollen. Bereits Bertolt Brecht appellierte seit jeher an das Denken, das er im übrigen zu „den größten Vergnügungen der menschlichen Rasse“ zählt. Sein Lob der Denkarbeit, die für ihn die Voraussetzung für das Schreiben ist, stellt zugleich eine Anerkennung des reflektiven Charakters von Sprache dar, die das Zeitgeschehen kritisch hinterfragt.

Für uns bedeutet kritisches Denken, sich mit dem Zeitgeschehen auseinandersetzen. Wir wollen die Dinge, die uns umgeben, nicht einfach hinnehmen oder uns ihnen ohnmächtig ausgeliefert wissen. Wir wollen sie sehen, erkennen, aufnehmen, reflektieren und kritisch hinterfragen.

Wir laden ein, mit uns zu denken, denn ein lyrisches Wir kann nur durch den Geist seiner individuellen Gedanken wachsen. Wenn das Leben ein Gedicht ist, müssen wir seine Stimme sein.

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